Moltrecht Bauernbier

Probsteier Art

 

Die Probstei und das Bier
Das Bierbrauen hat in der Probstei eine besondere Geschichte. Der Grundherr in früherer Zeit war das Preetzer Kloster, unter dessen Herrschaft die Probsteier Bauern persönlich frei waren. Alle Höfe in der Probstei erhielten daher auch das Braurecht, das in anderen Regionen nur wenigen Höfen gewährt wurde. So brauten alle Probsteier Bauern über viele Jahrhunderte ihr eigenes Bier. Ab 1860 wurde auch im Probsteier Brauhaus in Probsteierhagen ein traditionelles Braunbier gebraut und in die Probstei und das Umland geliefert. 1943 musste das Brauhaus schließen. Damit endete zunächst die Zeit der Probsteier Biere. Über 70 Jahre später wurde in der Probstei wieder Bier gebraut...


Moltrecht Bauernbier 'Probsteier Art'
Das Bauernbier 'Probsteier Art' wurde in Stein (Probstei) entwickelt und anfangs nur für den privaten Bedarf gebraut. Es ist den Bieren nachempfunden, die von den Probsteier Bauern in den vergangenen Jahrhunderten gebraut wurden. Für den Handel lassen wir es nach unserem Rezept in einer privaten Landbrauerei in Schillsdorf im Kreis Plön brauen. Es ist ein obergäriges Braunbier und wird auf traditionelle handwerkliche Art gebraut, streng nach dem Deutschen Reinheitsgebot. Hierbei setzen wir nur auf natürliche Zutaten. Wir verwenden keine Zusatz- oder Hilfsstoffe.


Daten zum Bier
Braunbier, unfiltriert
Alkohol: 5,2 % vol.
Malz: Gerstenmalz und Hafermalz
Hopfen: 
Aromahopfen Hallertauer Spalter Select, mild gehopft
Hefe: Obergärig
Keine Zusatz- oder Hilfsstoffe
Optimale Trinktemperatur: 10-14 °C (kellerkalt)
Traditionell und handwerklich gebraut,
nach dem Deutschen 
Reinheitsgebot,
in der Beer Brauerei in Schillsdorf im Kreis Plön (www.beer-brauerei.de)



Die Probstei
Die Probstei liegt in Ostholstein, nordöstlich von Kiel. Sie wird im Westen bei Laboe  von der Kieler Förde begrenzt, im Norden von der Ostsee, im Osten von der Mühlenau bei Hohenfelde und im Süden vom Selenter See und dem Passader See. Seit dem Jahr 1226 ist die Probstei im Besitz des Preetzer Klosters und unterstand dessen Vorsteher, dem Probst. Daher hieß sie früher 'Klösterlich Preetzer Probstei' und später nur noch 'Probstei'. Die Probsteier Bauern waren keine Leibeigenen, sondern persönlich frei. Die Abgaben an das Kloster waren gering und der Boden sehr fruchtbar, wodurch die Probsteier Bauern zu Wohlstand gelangten. Darauf deuten die vielen großen alten Bauernhäuser hin, die in der Probstei vielerorts noch sehr gut erhalten sind. Das Probsteier Getreide war in den vergangenen Jahrhunderten bis weit über die Landesgrenzen berühmt, weshalb die Probstei auch 'Kornkammer des Nordens' genannt wurde. Im Jahr 1866 wurde Holstein von Preußen annektiert und gehörte seitdem zur Provinz Schleswig-Holstein, wodurch auch die Herrschaft des Preetzer Klosters endete. Heute ist die Probstei geprägt von Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.



Familie Moltrecht und das Brauhandwerk
Eine Theorie besagt, dass der Familienname Moltrecht im 14. Jahrhundert im Brauhandwerk entstanden ist, denn das plattdeutsche Wort 'Molt' bedeutet auf hochdeutsch 'Malz'. 
Meine Familiengeschichte inspirierte mich dazu, mich intensiver mit dem Bierbrauen zu beschäftigen und mein eigenes Bier zu entwickeln. Mein Ur-ur-ur-ur-Großvater, Georg Friedrich Moltrecht (1803-1874), war der erste Brau- und Brennmeister in unserer Familie. Neun seiner Kinder, Enkel und Urenkel folgten seinem Vorbild und ergriffen ebenfalls diesen Beruf, der bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer Berufstradition in der Familie Moltrecht wurde. Dieser damaligen Tradition zu Ehren habe ich meine Biermarke nach dem Familiennamen benannt. 

Malzige Grüße und Prost!
Jan Moltrecht



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